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Rücksendekosten bei Verweigerung an der Tür
Rücksendekosten und Rücksendungsverantwortung: Was kann ein Online-Shop berechnen und wer trägt das Risiko?
Wenn ein Verbraucher eine Online-Bestellung an der Tür ablehnt, sie nicht an einer Paketannahmestelle abholt oder ein Rücksendeetikett verwendet, kommt es häufig zu Diskussionen darüber, wer die Rücksendekosten trägt und wer für die Rücksendung verantwortlich ist. In diesem Blog erklären wir die gesetzlichen Regelungen und was Online-Shops tun dürfen und was nicht.
Rücksendekosten bei Ablehnung an der Tür oder Nichtabholung
Wenn ein Verbraucher ein Paket bei der Lieferung ablehnt oder es nicht an einer Abholstelle abholt, gilt dies rechtlich als Ausübung des Widerrufsrechts. Der Verbraucher muss keinen Grund angeben und hat 14 Tage Zeit, um den Kauf zu widerrufen.
Gemäß Artikel 6:230s(2) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches trägt in solchen Fällen der Verbraucher die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware, es sei denn, der Online-Shop hat zuvor nicht eindeutig angegeben, dass diese Kosten vom Verbraucher zu tragen sind. Ein Online-Shop kann daher die Rücksendekosten weitergeben, die entstehen, wenn ein Paket aufgrund einer Verweigerung oder Nichtabholung zurückgeschickt wird.
Wichtige Bedingungen
Die folgenden Bedingungen sind in diesem Zusammenhang wichtig:
• Der Online-Shop muss im Voraus klar kommunizieren, dass die Rücksendekosten vom Verbraucher zu tragen sind. Es reicht nicht aus, dies nur in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen anzugeben; es muss auch beispielsweise auf der Versand- oder Rücksendeseite sichtbar sein.
• Der Online-Shop darf nur die tatsächlichen Rücksendekosten in Rechnung stellen. Die ursprünglichen Versandkosten für die Erstlieferung dürfen nicht abgezogen werden.
Werden diese Bedingungen nicht klar kommuniziert, hat der Verbraucher möglicherweise Anspruch auf eine vollständige Rückerstattung ohne Abzug der Rücksendekosten.
Wer ist für die Rücksendung verantwortlich, wenn der Online-Shop ein Rücksendeetikett zur Verfügung stellt?
Viele Online-Shops bieten ein Rücksendeetikett an, um die Rücksendung von Artikeln zu vereinfachen. Dabei stellt sich oft die Frage, ob sich dadurch die Verantwortung für die Rücksendung verschiebt. Die Antwort lautet: nicht automatisch.
Solange der Verbraucher das Paket selbst bei einer Paketannahmestelle oder einem Transportunternehmen abgibt, bleibt er verantwortlich für:
• die ordnungsgemäße Rücksendung der Ware
• das Risiko des Verlusts oder der Beschädigung während des Transports
Dies ergibt sich aus dem Widerrufsrecht: Der Verbraucher trägt das Risiko der Rücksendung, bis der Online-Shop die Ware erhalten hat.
Wann geht die Verantwortung über?
Nur wenn der Online-Shop die Rücksendung tatsächlich selbst organisiert, beispielsweise durch:
• einen Abholservice organisiert
• einen Spediteur mit der Abholung des Pakets beim Verbraucher beauftragt
In diesem Fall liegt das Risiko beim Online-Shop, sobald das Paket dem Spediteur übergeben wurde.
Beispieltext für Ihre Versand- oder Rückgabeseite
Um die Rücksendekosten klar zu kommunizieren, können Sie beispielsweise diesen Text verwenden:
„Wenn Ihr Paket nicht zugestellt werden kann, wird es zu einer Abholstelle gebracht. Wenn Sie es dort nicht abholen, müssen wir Ihnen leider [RÜCKSENDUNGSKOSTEN] für die Rücksendekosten in Rechnung stellen. Sobald das Paket bei uns eingegangen ist, wird Ihre Bestellung (teilweise) storniert. Dies gilt auch, wenn Sie das Paket an der Tür ablehnen. Wenn Sie Fragen haben, lassen Sie es uns bitte wissen!”